Die Orgel in St. Xystus:Vom renomierten Nürnberger Orgelbauer Matthias Bittner wurde 1854 für unsere Pfarrkirche eine neue Orgel gebaut. Sie stand noch keine 30 Jahre, als der Pfarrer von Büchenbach bereits wieder nach einer neuen, modernen Orgel verlangte. Es vergingen jedoch mehr als 20 Jahre bis die Firma Steinmeyer, Öttingen, 1904 den Auftrag bekam, unter Verwendung von Pfeifen aus der vorhandenen Orgel ein neues Instrument zu bauen. Bei dieser Orgel wurde der damals technisch "letzte Schrei" einer pneumatischen Traktur eingebaut. Etwa 60 Jahre lang bot dieses Instrument die musikalische Umrahmnung der liturgischen Feiern. Um 1960 wiederum wurde die Orgel unter Verwendung zahlreicher Teile der Steinmeyer-Orgel von der Plattlinger Orgelbaufirma Weise ergänzt. In den 80er Jahren wurde diese Orgel zum letzten Mal gründlich überholt. Bereits damals zeigte sich, dass sich der Verschleiß an den Kegelladen der Traktur nicht mehr beheben ließ.
So mussten die Organisten in den letzten Jahren vermehrt mit der Unzulänglichkeit des Instrumentes kämpfen. Es kam immer wieder zu größeren und kleineren Ausfällen in der Traktur. Im Sommer 2000 führte Domorganist Markus Willinger den Interessierten von Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Gemeinde vor, dass ein virtuoses Spiel auf der Orgel nicht mehr möglich sei. Auf die Gutachten der Sachverständigen reagierend, tat die Kirchenverwaltung bereits im Herbst 2000 ihre Absicht kund, dass die Anschaffung einesneuen Instrumentes in einem Zeitraum von 5-6 Jahren anzustreben sei. Das Gremium in seiner neuen Zusammensetzung hat seit Anfang 2002 das Projekt soweit vorangetrieben, dass der Neubau der Orgel, wie schon bei früheren Sanierungen unter Verwendung wertvoller alter Teile, voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 2004 abgeschlossen sein wird.
Es war wohl dem Können und der Geduld unserer Organisten zu verdanken, dass unsere Orgel bis zu ihrem Abbau im Frühjahr 2003 ihren Dienst in der Liturgie zur Zufriedenheit der Gottesdienstbesucher geleistet hat.
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